Azubi Versicherungen: Diese 4 Versicherungen sollte jeder haben

Als Azubi Versicherungen abschließen, kommt selten in Frage.

Schließlich reicht das erste eigene Ausbildungsgehalt kaum, um sich eine eigene Wohnung zu finanzieren, geschweige denn sich ein Auto zu leisten. Ohnehin zählt in der Ausbildung jeder einzelne Euro.

Entsprechend uninteressant ist das Thema Versicherungen für Auszubildende in der Regel. Trotzdem gibt es vier wichtige Versicherungen, die jeder Azubi haben sollte. In meinem heutigen Blogbeitrag möchte ich sie vorstellen.

1. Das Must-Have: die Krankenversicherung für Azubis

Eigentlich ist sie fast überflüssig zu erwähnen, denn laut geltendem Gesetz in Deutschland ist jeder Bürger verpflichtet, eine Krankenversicherung zu haben. Trotzdem gibt es nach wie vor Einwohner, die nicht krankenversichert sind, obwohl die Krankenversicherung wirklich ein absolutes Must-Have ist.

Immerhin wird jeder über kurz oder lang krank – auch Azubis, die tagtäglich im Betrieb und in der Berufsschule mit vielen Menschen in Kontakt kommen. Umso wichtiger, dass jeder Teil dieser Pflichtversicherung ist, deren Beiträge in der Regel der Ausbildungsbetrieb zahlt.

Azubi Versicherungen - Unfälle passieren
© Alliance, Fotolia.de

Auszubildende, die bislang über Vater oder Mutter familienversichert waren, müssen zudem ihren Versicherungsschutz prüfen. Für gewöhnlich endet das Recht, in der Familienversicherung zu bleiben, spätestens zwei Wochen nach Antritt der Ausbildung. Spätestens dann sollte der Ausbildungsbetrieb einspringen.

Wichtig ist bei der Krankenversicherung also bloß, dass der Azubi mit darauf achtet, nicht durch das Raster zu fallen und versichert zu sein. Versorgungslücken sind zwar extrem selten, aber nicht vollumfänglich auszuschließen.

2. Die Hausratversicherung für Azubis sichert nicht nur Hausrat ab

Die zweite Versicherung, die Azubis grundsätzlich zu empfehlen ist, ist die Hausratversicherung. Gerne sparen junge Menschen sich die Police, weil sie wenig bis gar keinen relevanten Hausrat haben, den es abzusichern gilt. Tatsächlich kann die Hausratversicherung nämlich weitaus mehr.

Manche Hausratsversicherungen decken schon von Natur aus das Fahrrad mit ab und haften bei Diebstahl. Bei praktisch allen Hausratversicherungen lässt sich die Fahrradversicherung aber mindestens als Zusatzmodul abschließen.

Da gerade Azubis wegen des nicht vorhandenen Autos auf das Fahrrad zurückgreifen, um ihren Ausbildungsbetrieb zu erreichen, kann sich diese Police durchaus lohnen.

Wohnt der Azubi bereits alleine, wird aus dieser Versicherung fast schon das zweite Must-Have. Schließlich greift die Hausratversicherung auch bei Einbrüchen, bei Feuer, bei Unwetter- oder Wasserschäden sowie unter Umständen auch bei Glasbruch und Überschwemmungen.

Gerade Azubis, deren Kassen zumeist so klamm sind, dass sie über den Nebenjob in der Ausbildung nachdenken müssen, sollten sich die vergleichsweise günstige Hausratversicherung nicht sparen. Immerhin richten sich die monatlichen Kosten zumeist nach dem, was vorhanden ist.

3. Azubis sollten früh an die Berufsunfähigkeitsversicherung denken

Berufsunfähigkeit kann tatsächlich jeden Menschen treffen. Unfälle sind manchmal unvermeidlich. Sie können zudem tagtäglich aus dem Nichts zuschlagen und Leben verändern. Dabei ist die Berufsunfähigkeitsversicherung nicht etwa älteren Menschen oder Vätern und Müttern vorbehalten, sondern sollte gerade auch von den richtig jungen Menschen ernst genommen werden.

Denn: Wer noch nicht fünf Jahre lang in die gesetzliche Rentenversicherung einbezahlt hat, was bei Azubis praktisch immer der Fall sein dürfte, steht vor dem Problem, dass die Grundsicherung unmöglich ausreichen kann.

Ein weiterer Grund für das frühe Abschließen einer Berufsunfähigkeitsversicherung sind auch hier die monatlichen Beiträge. Als Faustregel gilt: Je jünger der Azubi, desto günstiger fallen die monatlichen Raten aus.

Aber Vorsicht: Bei der Risikoprüfung müssen zwingend korrekte Angaben gemacht werden. Andernfalls wäre der Versicherer im Fall des Falles möglicherweise davon befreit, die Leistungen erbringen zu müssen.

4. Die private Haftpflichtversicherung für Azubis darf nicht fehlen

Last, but not least, sollte auch die private Haftpflichtversicherung nicht fehlen. Diese Versicherung kann nämlich wie kaum eine andere davor schützen, aus einem Unglück heraus für alle Lebzeiten lang verschuldet zu sein.

Denken Sie sich folgendes Szenario: Sie rennen, weil Sie zu spät dran sind, vor der Berufsschule über eine rote Ampel, übersehen dabei aber ein herbeirauschendes Auto. Das Auto muss eine Vollbremsung einlegen. Die Autos hintendran crashen allesamt hinein. Es entsteht eine Massenkarambolage.

Sie müssten nun nicht nur für alle Blechschäden aufkommen, was sich schnell in den sechsstelligen Bereich aufsummieren könnte, sondern auch für etwaige Verletzungen, Behandlungen oder Schmerzen der Insassen oder gar Personenschäden.

Wer in solchen Fällen keine private Haftpflichtversicherung hat, der muss in die Privatinsolvenz gehen und kommt sein Leben lang nicht mehr auf einen grünen Zweig.

Azubi Versicherungen - günstige Versicherungen für Auszubildende
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Weil Eltern für ihre Kinder haften, wie ein sehr bekannter Spruch lautet, dürften die meisten Eltern von Azubis eine private Haftpflichtversicherung haben, über die die jungen Menschen automatisch auch bis zum 25. Lebensjahr mitversichert sein können. Genau dieser Versicherungsschutz endet aber automatisch und ohne Benachrichtigung, wenn der Azubi einen Ausbildungsplatz antritt.

Umso wichtiger, dass Azubis dies auf dem Schirm haben und sich frühzeitig um eine private Haftpflichtversicherung kümmern. Dass solche Horrorszenarien keineswegs Stoff für schlechte Drehbücher sind, sondern regelmäßig eintreffen, lässt sich mit wenigen Klicks über Google in vielen Erfahrungsberichten nachlesen.

Vier Azubi Versicherungen, die jeder haben sollte

In meinem heutigen Beitrag habe ich Ihnen die vier Versicherungen gezeigt, die jeder Azubi haben sollte. Dabei empfehle ich Ihnen, sich an den Versicherer zu wenden, bei dem Sie eh schon unter Vertrag stehen oder zu dem Sie vertrauen haben. Auch der Versicherungsberater der Eltern kann ein guter Anlaufpunkt sein.

Zumeist lassen sich diese hier genannten Versicherungen auch günstig in Kombi-Paketen zu noch geringeren Monats-, Quartals- oder Jahresraten abschließen. Geld, das zwar anderswo fehlt, allerdings auch Geld, das nahezu nirgendwo sonst so gut angelegt ist wie im grundlegenden Versicherungsschutz. Hinzu kommt, dass es ja auch aus gutem Grund die Berufsausbildungsbeihilfe gibt, die Ihnen hier unter die Arme greifen kann.

Wie sieht es bei Ihnen aus? Haben Sie alle vier hier besprochenen Versicherungen? Welche haben Sie nicht und warum? Gerne würde ich mit Ihnen darüber ins Gespräch kommen! Eine gute Gelegenheit dazu haben wir in meiner Facebook-Community, wo Sie mit vielen weiteren Ausbildern und Azubis diskutieren können. Ich freue mich, wenn Sie Teil der Community von Ausbilderschein24 werden und bedanke mich fürs Lesen!

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